Töörööö im ele-fantastischen Krüger National Park

Was wäre ein Aufenthalt in Südafrika ohne den obligatorischen Besuch im Krüger National Park? Es wäre immer noch ein sehr, sehr schönes Erlebnis. Nichtsdestotrotz gehört die Safari zum Erlebnis der Extraklasse, sofern man den Touristen-Gruppen — wenn die Busse erst einmal vorfahren wird im Krüger nicht mehr Englisch gesprochen — Glauben schenken darf. Im größten Wildschutzgebiet Südafrikas trifft man auf ‚Big Five‘, auf Vögel-, Reptilien-, Fisch- und Amphibienarten und die ganz und gar nicht vom Aussterben bedrohte Spezies vom Typ Mensch.

Ein paar Zahlen & Fakten: Größer als Portugal – über 360 km Länge, 65 km Breite, 1.800 km feste Straßen, 21 Camps und 15 Safari-Lodges. 336 Baum-, 49 Fisch-, 114 Reptilien-, 507 Vogel- und 147 Säugetierarten. 48 Tonnen Elfenbein lagern dort, etwa 90.000 Impalas, 27.000 Büffel, 7.000 – 12.000 weiße Nashörner, 2.000 Hyänen und etwa 200 Geparden nennen das Gebiet ihr Zuhause. Der Krüger ist schön und vielfältig, und aus meiner Sicht ebenso reizvoll wie der vom Massen-Tourismus verschont-gebliebene Pilanesberg NP.

Besonders aktiv schienen an diesem Samstag einige der etwa 12.000 wild-lebenden Elefanten zu sein – ob groß oder klein, wenn der Elefant die Straße passieren will, hat der Tourist keine Chance als zu warten. Im Internet kursieren hunderte Videos, in denen die grauen Dickhäuter Autos umstoßen oder sich auf die Motorhauben von kleinen VW Polos setzen … nachvollziehbar, wer hat schon gerne ein Auto im Wohnzimmer?

Schutz von Flora und Fauna – seit Gründung des Parks 1898 konnten sich einige vom Aussterben-bedrohte Tiere wieder vermehren, wie etwa Nashörner und Elefanten. Letztere gefährden durch ihren mittlerweile hohen Bestand sogar das ökologische Gleichgewicht. Dies wird nicht zuletzt auch durch jährlich 1,5 Millionen Touristen gefährdet – gleichwohl nur 5% der gesamten Fläche für den öffentlichen Tourismus zugängig sind.


Unsere Airbnb-Lodge am südlichen Eingang (Crocodile Bridge Rest Camp bei Marloth Park), nahe der Grenze zu Mosambik, war ein nettes Highlight am Rande. Fünf Schlafzimmer, ein großes Wohnzimmer und eine großzügige Terrasse mit Barbecue-Grill und Blick auf den Krüger. Die Umzäunung ist notwendig, um Wildschweine, Antilopen & Co. vom nächtlichen Besuch abzuhalten – Affen lassen sich hierdurch allerdings nicht abhalten.


Über Kommentare, An- oder Bemerkungen freue ich mich immer sehr, schickt daher gerne eine Email an marius.knickenberg@gmail.com.