Leigh: Wwoofing bei Lois & Paul Rowntree

Am Morgen habe ich mich auf meiner Reise zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt, mit dem Bus auf den Weg nach Leigh gemacht, einer sehr kleinen Stadt an der Ostküste des South Pacific. Wwoofing (Willing Workers on Organic Farms) hosts bieten im Gegenzug für 3-4h Farmarbeit freie Unterkunft und Logis an. Ziel dabei ist es, innerhalb weniger Tage oder Wochen neue Orte und Menschen kennenzulernen und so relativ kostengünstig durch das Land zu reisen. Durch meine Wwoofing-Mitgliedschaft habe ich die Möglichkeit, bestimmte Menschen in bestimmten Regionen anzuschreiben und nach einem Farmaufenthalt zu fragen.

In Leigh angekommen wurde ich von Paul und Lois freundlich empfangen und begrüßt. Bevor wir zum 20 Minuten entfernten Grundstück fuhren hielten wir noch im Warehouse, um mich mit einer typischen Wwoofing Ausrüstung zu versorgen: Gummistiefel, Arbeitshose und Handschuhe.

Da am ersten Tag noch keine Arbeit auf mich zukommen sollte, entschied ich mich, dass trockene Wetter auszunutzen und eine Wanderung zur nahegelegenen Goat Island zu machen. Einer kleinen Insel mit besten Tauch-, Schwimm,- und Wandermöglichkeiten. Morgen gibt es dann eine längere Wanderung zum Omaha Bay und zur Panetiki Island.

Update 20.08: Hier gibt es leckeres, selbstgebrautetes Bier! Prima

 

Leigh: Der erste Arbeitseinsatz

Nachdem das Frühstück mit Porridge, an diesem Morgen scheinbar eher Mehlsuppe, gewohnt gering ausfiel, ging es gegen 8 Uhr mit der Arbeit los. Der Arbeitsplatz ist meiner Meinung nach super:

 

Die Hauptaufgabe bestand daran, eine Tanne, eine große Tanne, zu zerlegen, die den letzten Sturm nicht überstanden hatte:

Danach sollte ich den Brennholzbestand für den nächsten Winter sichern. Ein, bei diesem 20 Hektar großen Gelände, eher geringes Problem. Das Holz habe ich Kamin-gerecht gespalten und anschließend mit dem lawn-mower (rechts im Bild, richtig cooles Gerät!!) zum Holzlager gefahren:

Zusammengerechnet ca. 4h Arbeit/Tag für eine super Unterkunft (mit King Size Bed), netten Menschen und super Essen. Rund um: Top. Guter Beginn!

 Update am 21:08, 10 Uhr:

12:00+: Um den gestrigen Tag sinnvoll zu nutzen, entschied ich mich dazu, meine neuen Wanderschuhe beim Wandern zu testen. Die spontane Route führte über 9,5 km bis nach Leigh City, am Hafen vorbei und über die Berge zurück zur Farm:

 

Leigh: Dies und das

Was gibt es zu sagen? Läuft alles wie gewohnt gut, der gestrige Arbeitstag fiel etwas küzer aus, da es zuvor 10 Stunden geregnet und gedonnert hatte und der Untergrund mehr oder weniger Watt-Charakter hatte. Daher erledigte ich einige Painting-Tasks. Eine unerwartet spaßige Angelegenheit, die mir recht viel Lob einbrachte. Zitat Lois: „Marius, you have a good understanding. Mr. Perfection, that’s what Germans are known for“. Sehr cool Lois, Danke!

Neben dem sehr guten Essen (unter anderem Indisches Curry, Seafood, Lasagne; immer mit viel/en Gewürzen und Gemüse aus dem eigenen Garten) gibt es natürlich noch andere schmackhafte Dinge: Selbstgebrautes Bier vom Sohn (grandios!) und Rotwein.

Gerade eben haben Paul und ich Frank besucht, den sehr verrückten, lustigen, netten Typen von nebenan. Ein, so beschreibt Paul ihn, Artist (Künstler), der aus Schrott noch mehr Schrott macht (so beschreibe ich ihn)… oder war es Kunst? Mh…Ein jedenfalls sehr lustiger Nachmittag mit Kaffee, Keksen und Gesprächen über Gott und die Welt. Hier einige Eindrücke:

While working:

Food:

Leigh: Fencing & Omaha Bay

Heute habe ich angefangen, meinen ersten, eigenen Zaun (fence) zu bauen (fencing)! Die ersten 8 Pfeiler stehen schon. Fotos werden dann nachgereicht, wenn der Zaun fertig ist (vmtl. morgen).

Danach ging’s dann zusammen nach Warkworth, zum nächst‘ größeren und vermutlich auch einzigen Supermarkt in der Umgebung, um den Lebensmittelvorrat bis zum Wochenende aufzufüllen. Glücklicherweise drehten wir auf der Rückfahrt einen kleinen Umweg, um zum Omaha Beach zu gelangen. Zum Glück! 

 

Schreibe einen Kommentar