St. Lucia an der Elephant Coast – weite Strände und ganz viel Natur


Nach interessanten und fleißigen ersten Arbeitstagen war eine Belohnung angebracht – da am Ende der Woche bei fünf Arbeitstagen lediglich zweieinhalb Reisetage verbleiben, musste die Belohnung schon recht gut durchdacht sein. An der Ostküste, zwischen Durban und Mosambik, befindet sich bei St. Lucia der iSimangaliso Wetland Park – übersetzt bedeutet iSimangaliso „Wunder“ oder „Märchen. Südafrika’s erstes Weltnaturerbe-Gebiet: 332.000 Hektar, drei große Seen, acht ineinander-greifende Ökosysteme, 700 Jahre Fischerei-Tradition. Bereits Nelson Mandela stellte fest, dass dies der einzige Ort ist, an dem Rhino und Elefant, das größte und älteste Land-Lebewesen, zusammen auf Wal und Quantenflosser, das größte und älteste Wasser-Lebewesen, treffen.

Mit dem Flugzeug haben wir fünf vom Flughafen Johannesburg nach Durban, einem der WM-Standorte von 2010, übergesetzt, um im Anschluss die knapp 240 Küstenkilometer bis nach St. Lucia zurückzulegen. Der kleine Ort liegt an der Mündung der Lake St. Lucia Lagune zwischen St. Lucia Estuary im Westen und dem Indischen Ozean im Osten. Subtropisches Klima, herrliche weitläufige Strände, die höchsten bewachsenen Sanddünen der Welt und die größten verbliebenen Sumpf-Gebiete in Afrika. Hier leben Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Vögel. Zudem gibt es ausreichende Angelmöglichkeiten in der Lagune und am Meer, Wanderwege, zahlreiche Unterkünfte für jeden Geldbeutel, Restaurants und Bars (wie das typisch südafrikanisch eingerichtete „Fisherman’s“), Bootsvermieter und Tourenveranstalter – das alles macht St. Lucia zu einem beliebten Ferienort an der Elephant Coast.


Cape Vidal liegt rund 35 Kilometer nördlich von St. Lucia im Wetland Park und lädt mit seinen schönen, weitläufigen Sandstränden und warmen Temperaturen (etwa acht, neun Grad mehr als in Pretoria) zum Schwimmen im Ozean ein – da es hier allerdings keine Hainetze gibt ist stets Vorsicht geboten …

Viele Touranbierter bieten mehrmals täglich Fahrten durch die Mangrovenwälder von St. Lucia an. Die Boote fahren dabei sehr nah an die Hippo-Familien heran, so dass man die faszinierenden – jedoch sehr gefährlichen – Kolosse aus geringer Distanz beobachten kann. Am Abend sieht man die Flusspferde oft in den Gärten der Hotels und gelegentlich sogar durch die Straßen des Ortes ziehen, daher sind die zahlreichen Schilder mit „Be aware of Hippos at night“ etc. ernst zu nehmen. Durch Hippo-Attacken werden pro Jahr die meisten Todesfälle in Südafrika verzeichnet, noch vor Moskitos und Haien. Neben Büffeln und Elefanten lassen sich vor Ort auch Krokodile beobachten, die glücklicherweise während des (aktuellen) Winters friedlich sind.


Über Kommentare, An- oder Bemerkungen freue ich mich immer sehr, schickt daher gerne eine Email an marius.knickenberg@gmail.com.