St. Andrews – Touristenmagnet auf der Halbinsel Fife

Über St. Andrews hört und liest man viel. So wurde hier 1410 nach den Eliteunis Oxford und Cambridge die erste schottische Universität gegründet. Einige Jahre später erfand man in St. Andrews den Golfsport und etliche Jahrhunderte später lernte Prinz William hier während seines Studiums Kate kennen… eine Stadt mit Geschichte.

Viele jahrhundertealte Gebäude, zum teil originalgetreu restauriert, verhelfen der Stadt zu ihrem mittelalterlichen Flair. Folgt man der Fußgängerzone zum östlichen Ende der Stadt, stößt man auf die Überreste der St. Andrews Cathedral, die einmal die größte Kirche in ganz Schottland war. Interessant waren hier vor allem die zahlreichen Inschriften auf den Grabsteinen, die häufig in englischer- und teilweise auch in lateinischer Sprache [… ja, das große Latinum kriegt man schließlich nicht geschenkt] geschrieben waren. Einer meiner Favoriten: „He lived and died by suicide“.

Ein Friedhof mit Meerblick. Passiert man die Kathedrale in südwestlicher Richtung, so verlässt man den Friedhof durch ein großes Eingangstor, von dem heute nicht mehr allzu viel übrig ist. Bei gutem Wetter bietet der Pier neben einem ausgezeichneten Blick auf die Überreste der Kathedrale ein ebenso ausgezeichnetes Panorama auf St. Andrews.

Hogwarts- Schüler approaching St. Andrews!

Natürlich nicht ganz. Bei insgesamt 5 Zauberschulen, äh Universitäten, steht immer etwas an. Hier konnten wir im richtigen Moment die neu-eingeschriebenen Studenten bei ihrer Matriculation-Zeremonie beobachen. Traditionell spaziert man am Strandufer entlang bis zum östlichsten Punkt der Stadt, begleitet von Dudelsack-Musik, einer „Zepter-ähnlichen-Skulptur“ und roten Zauberumhängen. Eine echte Harry Potter Kulisse!

St. Andrews Castle – fester Bestandteil an der Küste seit 1200

Neben mittelalterlichem Flair locken zahlreiche versteckte Hinterhöfe und Cafes tausende Touristen und Golfsympathisanten an.

Nach weniger ausreichendem, dafür immerhin über(st)durchschnittlich teurem Fish & Chips Lunch in der Fußgängerzone fehlte eigentlich nur noch ein Besuch beim öffentlichen Golfplatz – St. Andrews ohne Golf? Das wäre schon seltsam… also auf zum Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews. Dabei passieren wir nicht Schloss Bellevue, sondern die University of St. Andrews.

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Das Wahrzeichen des möglicherweise bekanntesten Golfplatzes der Welt: An Sonntagen, wenn der „Old Course“ für jedermann begehbar, demnach also nicht bespielbar ist, wird die Swilken Bridge zum großen Photo- Meetingpoint. Viele Nicht- Schotten stehen geduldig Schlange, um eines der begehrten Fotos zu ergattern.

Im Stile eines wahren, schottischen Gentleman

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