New York City – Concrete Jungle where Dreams are made of ?

„Beton-Dschungel, wo Träume wahr werden“?, „Vom Tellerwäscher zum Millionär“?, „Die Stadt die niemals schläft“? Heutzutage vermutlich nicht mehr als in anderen Welt-Metropolen auch. Strukturelle Probleme wie ein marodes Gesundheitssystem und zunehmende Ungleichheit, und ein äußerst fragwürdiger Präsident, der die USA abschottet indem er Rassismus und Klimawandel befeuert, sorgen dafür, dass die Vereinigten Staaten derzeit so unbeliebt sind wie zuvor nur unter George W. Bush.

Dem Big-Apple-Tourismus scheinen diese Umfragewerte allerdings nicht zu Schaden – jedes Jahr kommen mehr Touristen in die größte Stadt Amerikas, um die immens große Anzahl an Museen, Sehenswürdigkeiten, Theatern und Shoppingmöglichkeiten zu entdecken. Rockefeller Center, Empire State Building oder One World Trade Center, Freiheitsstatue, High Line oder Flatiron Buildung, Brooklyn, Bronx und Manhattan, Guggenheim, MoMa und 9/11 Memorial oder Time Square, Bryant Park und Franklin D. Roosevelt Freedom Park – in der Tat ist die Bandbreite an Freizeitaktivitäten so außerordentlich groß, dass es sinnvoll ist die Auswahl im Vorhinein etwas einzugrenzen.


Staten Island Ferry & Brooklyn Bridge – Die Wartezeit für eine Fahrt zu Liberty Island – dem Wohnort der Freiheitsstatue – hätte an diesem Freitag vermutlich einige Stunden gedauert und zudem touristische 25 Dollar verschlungen. Die deutlich günstigere Alternative stellt die kostenlose Staten Island Fähre dar, die halbstündlich zwischen Lower Manhattan und Staten Island verkehrt und tolle Blicke auf Skyline und Wallstreet-Finanzviertel bereithält. Seit den Anschlägen von 9/11 wird die Fähre von einem schwerbewaffneten Boot der Küstenwache begleitet. Wer viele Touristen und klingelnde und fluchende Fahrradfahrer nicht scheut, dem sei zudem ein Spaziergang über die bekannte Brooklyn Bridge empfohlen – die ehemals längste Hängebrücke der Welt verbindet den gleichnamigen Stadtteil mit Manhattan.

Central Park und Flatiron Building – „Die grüne Lunge New Yorks“ im Herzen Manhattans lockt jährlich über 25 Millionen Menschen an, und verschafft fernab vom Großstadt-Trubel der Millionenstadt ein wenig Luft zum atmen – ganz für sich ist man aber selbst hier nicht. Für kurze Mittagspausen bieten sich viele der zwischen den großen Häuserblocks gelegenen Grünanlagen mit Cafe’s und Wlan-Spots an, wie etwa der City Hall-, Union Square- oder Bryant Park – letzterer befindet sich direkt vor einer der drei großen öffentlichen Bibliotheken. Das Feierabendbier sollte man allerdings an anderer Stelle genießen, da wie im Rest des Landes gilt: Kein Alkohol in der Öffentlichkeit.

MoMa, Guggenheim, 9/11 Memorial & Time Square – Wer sich für einen echten Picasso, Monet oder van Gogh interessiert ist im Museum of Modern Arts (kurz: MoMa) gut aufgehoben, der Eintritt ist Freitagabends kostenlos (Samstags bietet zudem das Guggenheim-Museum einen „Pay what you wish“-Tag an) – lange Warteschlangen über teilweise Hunderte Meter sind hierbei allerdings vorprogrammiert. Zum 9/11 Memorial gelangt man hingegen ohne Eintritt und Warten: An den Grundrissen der ehemaligen twin-towers erinnern heute zwei große Wasserbecken an die Opfer der Anschläge von 2001. Nur wenige Meter davon entfernt, zirrt das neue One World Trade Center als größtes NY-Gebäude das neue Stadtbild um Ground Zero. Ganz bestimt nicht weniger gut-besucht ist der nach der New York Times benannte Time Square, der das Zentrum um die am Broadway ansässige Theaterszene bildet und die Besucher mit Werbung aller Art von nahezu allen Himmelsrichtungen „beschüttet“.

Rockefeller Center – An guten Tagen lohnt sich ein Besuch des Rockefeller Centers, von dem man den Central Park auf der einen und Empire State Buildung und Manhattan-Skyline auf der anderen Seite bewundern kann. Wer sich in den frühen Abendstunden auf in den 70. Stock macht, kann zudem einen Sonnenuntergang auf der New Jersey-Seite beobachten. Unter den Mittlerweile rund 6.000 Hochhäusern ist das Empire State Buildung mit 381m nach One World Trade Center (541,3m) und 432 Park Avenue-Tower (425,8m) (s.u., weltweit höchstes reines Wohnegebäude) das dritthöchste Gebäude der Stadt. Um im vermutlich umkämpftesten Wohnraum der Erde nicht leer auszugehen, sind Unternehmer und Bauherren mittlerweile bereit irrsinnige Summen zu bezahlen – so ist Donald Trump etwa dafür bekannt die ungenutzten Höhenmeter seiner „Nachbarn“ abzukaufen, um weiter in die Höhe bauen zu dürfen.


Über Kommentare, Anmerkungen und Tipps freue ich mich immer sehr, schickt daher gerne eine Email an marius.knickenberg@gmail.com.