„Hüttli im Wald“ – bei Deborah & Gian

1 Woche ist zu kurz, um das Leben im Dschungel zu erleben- daher bin ich nun 2km weiter bei den Nachbarn Deborah und Gian, einem IT-Fachmann der von Zuhause arbeitet und als Erfinder Dinge wie 3D-Drucker, mit Wasser und Holz-betriebene Traktoren oder „Drohnen mit GPS-Tracker“ entwickelt. Sein Lebenslauf ist 15 Seiten lang! Bei letzterem setzt er sich eine Brille auf, durch die er die Perspektive einer kleinen, ferngesteuerten Drohne annimmt und sieht, was die Drohne in der Luft sieht. Fantastisch, ich wohne bei Daniel Düsentrieb!

Das Leben hier ist komplett anders als das Großstadtleben, aber meiner Meinung nach sind die Menschen auf Great Barrier Island zufriedener und glücklicher als die Menschen, die ich auf dem Festland getroffen habe. Vielleicht weil das abgeschiedene und einfache Leben in der Wildnis nicht soviel Angriffsfläche bietet, wie das Stadtleben? Um steigende Strom- und Wasserkosten braucht man sich nicht sorgen, zu viel Stress im Beruf oder Alltag hat man nicht, da die Insel keine Arbeitsplätze zu vergeben hat und man hier nur begrenzte Unternehmungsmöglichkeiten hat (man muss sich nach den Gezeiten richten) und politische Entscheidungen können keinen großen Einfluss auf das Leben der Einwohner nehmen (was soll sich im Wald verändern?). Allerdings muss man sagen, dass es nicht wenige Personen gibt, bei denen Abgeschiedenheit und Langeweile zur lebenslanger/m Alkoholsucht und Drogenrausch geführt haben.

Im Nachbarschuppen nebenan: Autos sagen hier nichts über den Status aus; vielmehr die Anzahl der Werkzeuge und Kettensägen!

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