#MAL: Affengeil! Ein Tag im Hindu Tempel

Selamat siang- Guten Tag!

Die Batu Caves im Norden Kuala Lumpurs. Ich finde mich immer besser zu Recht, die Orientierung zu behalten fällt mir immer einfacher. Solangsam fängt diese viel zu große und viel zu chaotische Stadt an, mir zu gefallen. Arm & reich, sauber & dreckig, grüne Parkanlagen & zubebaute Ortsteile- diese krassen Gegensätze fallen mir immer häufiger auf, nicht zuletzt bei der Zugfahrt am Morgen. Während die hochmodernen Züge hochautomatisiert von a nach b fahren und dafür keinerlei Personal benötigen, kauft man die Tickets klassisch am Schalter. Das Ticket selbst erinnert an eine Notiz, die eben fix auf das Blatt gekritzelt wurde. Umgerechnet 90ct für 2×25 Minuten Fahrt- daran sollte sich der maßlos-überteuerte Regionalexpress in Arnsberg mal ein Vorbild nehmen!!

An der Haltstelle „Batu Caves“ angekommen überraschten mich zuerst die unzähligen, freilebenden Affen, die die Fahrgäste freundlich begrüssten, und, die Hand zum Betteln ausstreckten.

Alles nur Ablenkungsmanöver!! Während der Affe vor mir (scheinbar) versuchte, sich mit mir zu unterhalten sind 2 weitere Affen von Hinten auf meinen Rucksack gesprungen, haben den Rucksack aufgemacht (den Rucksack aufgemacht!) und mir meine Erdnüsse geklaut (1kg Erdnüsse aus dem Rucksack)!? Niemand klaut mein Essen, dachte ich.

Da gehen sie dahin, meine Erdnüsse. Mit soviel Dreistigkeit und Raffinesse hatte ich nicht gerechnet- schmunzeln musste ich allerdings doch.

Zurück zu den Batu Caves: De Batu Höhlen sind Kalksteinhöhlen, die rund 20km nördlich von Kuala Lumpur liegen und einige Hindu-Tempel beherbergen. Die berühmteste ist eine 100m hohe Kathedralenhöhle, in der mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. Diese kann man über 272 steile Treppenstufen erreichen- gar nicht mal so angenehm bei diesem tropischen Wetter! Viele der Schreine erzählen die Geschichte vom Sieg des Gottes Murugan über den Dämon Soorapadam- hinduistische Mythen und Sagen sind jetzt nicht gerade mein Spezialgebiet. Auf dem Vorplatz steht eine 42,7m hohe Statue Murugans, die im Januar 2006 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Alljährlich Ende Januar oder Anfang Februar werden die Batu-Höhlen zum Angelpunkt des hinduistischen Thaipusam-Festes mit seinen teilweise masochistisch anmutenden Riten- interessant, glücklicherweise war das heute nicht der Fall! Über folgenden Satz musste ich dann im Nachinein schmunzeln:

Auf dem Hügel und um die Höhlen leben zahlreiche Makaken, die sich von Besuchern füttern lassen, aber sich auch des Öfteren einfach selbst bedienen.“ Jaa, das kann ich bestätigen!

Hier genauer zu sehen: Ein Teil der Stufen zu den Höhlen, zur Rechten der Gott Murugan

Getting closer to the top!

Eine der zahlreichen Schreine- hier finden manchmal Opferungen statt

Bei diesem Wetter muss die Kühlung dauerhaft angekurbelt werden: Hier mit frischen Kokosnüssen!


Über Kommentare, An- oder Bemerkungen freue ich mich immer sehr, schickt daher gerne eine Email an marius.knickenberg@gmail.com.

 

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